Frauen beim Binden der Kräutersträuße
Auch in diesem Jahr haben die Frauen des Katholischen Frauenkreises Rodenbach wieder eine alte Tradition gepflegt: Für die Segnung anlässlich des Hochfestes Mariä Himmelfahrt am 15. August banden sie mehr als 70 „Werzwisch“ - auch Kräutersträuße genannt.
Das Binden der Kräutersträuße war in diesem Jahr allerdings eine besondere Herausforderung. Aufgrund der großen Hitze waren in der Natur deutlich weniger Kräuter zu finden als sonst. Umso mehr wurde auf die Kräuter in den privaten Gärten zurückgegriffen, wo sie gehegt und gepflegt wurden. So fanden unter anderem Rosmarin, Salbei, Königskerze, Minze, Melisse, Thymian, echtes Seifenkraut, Lavendel, wilde Möhre, Schafgarbe, Johanniskraut und Ringelblumen ihren Platz in den bunten Sträußen.
Die gesegneten Kräuterbuschen sind ein Zeichen des Glaubens und des Vertrauens auf Gottes Segen. Nach altem Brauch sollen sie Mensch und Tier sowie Haus und Hof vor Krankheit, Unheil und bösen Einflüssen bewahren und Gottes Segen bringen.
Der Brauch der Kräutersegnung an Mariä Himmelfahrt reicht weit zurück. Eine Legende erzählt, dass die Jünger am leeren Grab Mariens wohlriechende Kräuter und Blumen vorfanden. Daraus entwickelte sich die Tradition, zu diesem Fest Kräuter zu sammeln, zu Sträußen zu binden und segnen zu lassen.
Mit viel Liebe und Engagement tragen die Frauen des Katholischen Frauenkreises dazu bei, dass dieser schöne und traditionsreiche Brauch auch in Rodenbach lebendig bleibt.