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Verbandsgemeinde Weilerbach aktuell
Ausgabe 4/2026
Verbandsgemeinde
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Zahlreiche Gäste beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Weilerbach

In die „gute Stube“ der Ortsgemeinde Mackenbach, dem Saal Kaiser, hatte die Verbandsgemeinde Weilerbach zum Neujahrsempfang eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Gäste aus der Politik, den Vereinen und den amerikanischen Streitkräften, durfte Bürgermeister Ralf Schwarm zu dieser traditionellen Veranstaltung begrüßen.

Eröffnet wurde der Empfang durch die „Mackenbacher Musikantenkinder“ und die örtlichen beiden vierten Klassen der Grundschule, die u.a. einen Rap sowie das „Mackenbacher Lied“ zu Gehör brachten und dafür kräftigen Applaus erhielten. Die weitere Umrahmung oblag dem Trio „Janzen Bros“, drei Brüder aus Weilerbach, die es vortrefflich verstanden den Abend musikalisch zu gestalten.

Begrüßt wurden die Gäste sodann von Ortsbürgermeister Daniel Schäffner, der auf gelungene Projekte wie beispielsweise die Entsiegelung des Parkplatzes vor der Bäckerei sowie den Neu- und Umbau des Kindergartens in seiner Gemeinde verweisen konnte. So etwas sei nur durch gelungene Absprachen zwischen allen Beteiligten möglich gewesen. Auf den Saal Kaiser blickend erläuterte er kurz dessen Geschichte, wo u.a. junge Musiker vorspielen mussten, um in großen Zirkusunternehmen eine Anstellung zu finden.

Bürgermeister Ralf Schwarm betonte in seiner Neujahrsansprache, dass das vergangene Jahr viele Herausforderungen mit sich brachte – gesellschaftlich, wirtschaftlich und kommunalpolitisch. Gleichzeitig war zu erkennen, wie belastbar, engagiert und solidarisch die Gemeinschaft ist. Projekte konnten umgesetzt, wichtige Entscheidungen getroffen und neue Impulse gesetzt werden. Sein Dank galt dabei allen die sich in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Ehrenamt und Zivilgesellschaft eingebracht haben.

Insbesondere den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes, den weiteren Hilfsorganisationen und der Polizei. Sie stünden rund um die Uhr bereit, oft unter schwierigen Bedingungen und sorgen für Sicherheit und Hilfe in Notlagen. „Sie verdienen nicht nur unseren Respekt und Anerkennung, sondern auch unseren Schutz. Gewalt oder Drohungen gegen Einsatzkräfte sind inakzeptabel und dürfen niemals toleriert werden“, so Bürgermeister Schwarm

Auch die Vereine leisteten einen unschätzbaren Beitrag. Sie bereichern das gesellschaftliche Leben, bieten Freizeitmöglichkeiten, fördern Gemeinschaft und Zusammenhalt und sorgen dafür, dass in der Verbandsgemeinde „Leben“ spürbar werde.

Ein Thema das die Kommunen immer wieder bewegt, sei die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Kommunen müssten sicherstellen, dass vorhandene Gesetze konsequent angewendet werden – insbesondere bei Jugendkriminalität. Prävention, soziale Betreuung und Integration bleiben zentrale Aufgaben, aber Regeln müssen eingehalten werden. Wer sie dauerhaft missachte, müsse mit klaren Konsequenzen rechnen, so der Bürgermeister.

Ein weiterer zentraler Pfeiler der Handlungsfähigkeit sei eine starke Wirtschaft. Die örtlichen Unternehmen sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze und leisten mit der Gewerbesteuer einen wesentlichen Beitrag zur kommunalen Leistungsfähigkeit. Gute Rahmenbedingungen für Mittelstand, Handwerk und Industrie sind daher Kernaufgabe der kommunalen Arbeit, um nah an den Gewerbetreibenden als Orts- und Verbandsgemeinden, gemeinsam mit Landkreis und Wirtschaftsförderung zu sein.

Ebenso gelte es, Projekte künftig schneller, pragmatischer und lösungsorientierter umzusetzen. Bürgerinnen und Bürger wollen sehen, dass die Ratsmitglieder gestalten, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Nicht alles müsse von Anfang an perfekt sein – vieles könne und müsse sich in der Umsetzung entwickeln. „Entscheidend ist, dass wir anfangen, gestalten und Schritt für Schritt sichtbare Fortschritte erzielen“ hob Ralf Schwarm hervor. Dafür benötige man von Bund und Land entsprechende Fördergelder, insbesondere für die Schulen, die Infrastruktur und die Notfallvorsorge.

Schwarm ermutigte die Bürgerinnen und Bürger sich ehrenamtlich zu engagieren, mitzuwirken und zu helfen - ob in Vereinen, Initiativen oder Projekten vor Ort. Dies stärke die Gemeinschaft und mache die Verbandsgemeinde Weilerbach lebendiger. „Demokratie lebt vom Mitmachen – sie braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Gemeinde mitgestalten. Lassen Sie uns auch im neuen Jahr gemeinsam dafür sorgen, dass Offenheit, Respekt und Zusammenhalt das Fundament unseres Miteinanders bleiben“, hob Schwarm abschließend hervor.

In der anschließenden Talkrunde mit der Eulenbiser Beerewei(n)königin Lisa Maria I., Ortsbürgermeister Ulrich Stemler, Wanderführer Benno Müller und Touristiker Volker Halfmann, standen die Themen Wandern und das wiedereröffnete Beerwei(n)museum im Mittelpunkt. Nachdem sich in derHöhengemeinde Eulenbis wieder einige Ehrenamtliche zusammengefunden haben, konnte das weit über die Grenzen bekannte Beerewei(n)museum wieder eröffnet werden. Darüber hinaus wurde auch eine neue Beerewei(n)königin gefunden, die sich ganz der örtlichen Tradition verpflichtet fühlt. Auch in puncto Wandern ist die Verbandsgemeinde Weilerbach mit einem ausgebauten Wanderwegenetz gut aufgestellt. Mit ein Grund dafür seit dem Jahr 2023 geführte thematische Wanderungen anzubieten, die sich allesamt großer Beliebtheit erfreuen; wovon auch die örtliche Gastronomie profitiert. Allein im Jahr 2025 nahmen mehr als 250 Personen an den vom Touristikbüro angebotenen Touren teil. „Dies zeige“, so Bürgermeister Schwarm, „dass wir Glück haben, in so einer schönen Region zu leben.“

Nach dem offiziellen Teil gab es noch Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen und einem geselligen Beisammensein.