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Kreis Bitburg-Prüm
Ausgabe 16/2026
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Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlicht kreisweites Radverkehrskonzept

Foto: Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

 

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein kreisweites Radverkehrskonzept fertiggestellt. Mit dem umfassenden Konzept liegt erstmals eine strategische Grundlage vor, um den Radverkehr im gesamten Kreisgebiet gezielt weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken.

Ziel ist es, den Radverkehr als festen Bestandteil der Alltagsmobilität zu etablieren. Sichere, durchgängige und attraktive Verbindungen sollen dazu beitragen, dass mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen. Gerade im ländlich geprägten Eifelkreis bietet das Fahrrad – insbesondere durch die zunehmende Verbreitung von E-Bikes – große Potenziale für kurze und mittlere Distanzen.

Fundierte Analyse und Beteiligungsprozess

Das Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse der Rahmenbedingungen wie Siedlungsstruktur, Pendelverflechtungen, Infrastruktur sowie Unfallgeschehen und Nutzungspotenziale. Dabei zeigte sich, dass viele Wege grundsätzlich fahrradtauglich sind, das bestehende Netz jedoch vor allem touristisch geprägt ist und im Alltagsverkehr Lücken aufweist.

Ein Schwerpunkt lag auf der Beteiligung verschiedener Akteure. Neben einem Lenkungskreis wurden auch Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden eingebunden. Bürgerinnen und Bürger konnten sich über eine Online-Beteiligung aktiv einbringen. Ergänzt wurde dies durch Workshops und Abstimmungsrunden. Die Rückmeldungen trugen wesentlich dazu bei, die Planung an den Bedürfnissen vor Ort auszurichten.

Zentrale Ergebnisse des Konzepts

Kernstück ist ein kreisweites Zielnetz für den Alltagsradverkehr, das alle 233 Ortsgemeinden sowie wichtige Ziele wie Arbeitsplätze, Schulen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs verbindet. Das Netz umfasst rund 1.900 Kilometer.

Darauf aufbauend wurden über 2.800 Maßnahmen entwickelt – von der Verbesserung von Oberflächen über den Neubau von Radwegen bis hin zu Beschilderung, Geschwindigkeitsanpassungen und dem Ausbau von Radabstellanlagen. Ein besonderer Fokus liegt auf praxistauglichen Lösungen für den ländlichen Raum, etwa der Nutzung von Wirtschafts- und Forstwegen als sichere Verbindungen abseits stark befahrener Straßen.

Transparenz durch digitale Anwendungen

Alle Ergebnisse sind öffentlich zugänglich und auf der Internetseite des Eifelkreises Bitburg-Prüm unter www.bitburg-pruem.de verfügbar (vgl. QR-Code). Neben dem Konzeptdokument steht eine interaktive Online-Karte zur Verfügung, in der Zielnetz und Maßnahmen eingesehen werden können.

 

 

Gemeinsam den Radverkehr stärken

Mit dem Konzept verfügt der Eifelkreis Bitburg-Prüm über eine belastbare Grundlage für den weiteren Ausbau des Radverkehrs. Die Umsetzung erfordert jedoch Zeit, Ressourcen und die Zusammenarbeit vieler Beteiligter.

Der Eifelkreis übernimmt eine koordinierende Rolle und arbeitet eng mit Verbandsgemeinden und weiteren Partnern zusammen. Ziel ist es, Maßnahmen zu konkretisieren, zu priorisieren und schrittweise unter Nutzung von verfügbaren Fördermitteln umzusetzen.

Der Eifelkreis lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure ein, diesen Weg aktiv zu begleiten, um den Radverkehr nachhaltig zu stärken und eine zukunftsfähige Mobilität zu gestalten.

Termine:

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Am 19. Mai ab 17:30 Uhr findet eine Online-Sprechstunde rund um das kreisweite Radverkehrskonzept statt. Bei Interesse können Sie sich per Mail unter kreisrad@bitburg-pruem.de oder per Telefon unter 06561 15-5166 anmelden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter https://bitburg-pruem.klimaschutzportal.rlp.de/portal/kreisrad.

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Auch in diesem Jahr findet der Wettbewerb STADTRADELN 2026 vom 25. Mai bis 14. Juni im Eifelkreis statt. Anmeldung unter www.stadtradeln.de/eifelkreis-bitburg-pruem.