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Kreis Bitburg-Prüm
Ausgabe 22/2026
Informationen aus den Naturparks
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Naturpark blüht: Gemeinsam für mehr Artenvielfalt im Naturpark Südeifel

Mehr Blüten für den Hauhechel-Bläuling (Foto: Naturpark Südeifel/Thomas Kirchen)

Neues Projekt unterstützt Naturparkgemeinden bei ökologischer Aufwertung von Grünflächen und stärkt gleichzeitig den Klimaschutz

 

Der Erhalt der Artenvielfalt gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben im Naturpark Südeifel. Mit dem Projekt „Naturpark blüht“ setzen der Naturpark und die Verbandsgemeinden Südeifel, Arzfeld und Bitburger Land gemeinsam mit den Ortsgemeinden ein sichtbares Zeichen für den Erhalt von Insekten, Pflanzen und wertvollen Lebensräumen sowie für den natürlichen Klimaschutz. Es wurden zunächst fünf Modellgemeinden ausgewählt, wenn das Projekt gut angenommen wird, soll es auf weitere Naturparkgemeinden ausgeweitet werden.

Ziel des Projekts ist es, kommunale Grünflächen der Naturparkgemeinden ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig den Pflegeaufwand sowie die Kosten zu reduzieren. Ein besonderes Potenzial bieten dabei die Wegraine entlang von Rad- und Wanderwegen. Durch eine gezielte, abschnittsweise Pflege können diese Flächen zu artenreichen Blühstreifen entwickelt werden. Dabei bleiben nicht ganze Wegränder ungemäht, sondern die Pflege erfolgt nach einem abgestimmten Konzept. Viele Flächen sollen erst nach dem 15. Juli, idealerweise im September, gemäht werden. Je nach Standort genügt eine Mahd pro Jahr, teilweise sind zwei erforderlich. Ergänzend kann im Herbst gebietseigenes Saatgut ausgebracht werden.

So entstehen Rückzugsräume für Insekten und andere Tiere, während gleichzeitig eine gepflegte und vielfältige Kulturlandschaft erhalten bleibt. Auch die Landwirtschaft profitiert langfristig, denn die Bestäubung beispielsweise durch Wild- und Honigbienen ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass Kulturpflanzen wie Raps, Obstbäume oder viele weitere Feldfrüchte blühen, stabile Erträge liefern können und somit unsere Lebensgrundlage im Naturpark Südeifel sichern.

Die Verkehrssicherheit hat dabei oberste Priorität: Wege, Sichtbereiche und Kreuzungen werden weiterhin freigehalten, sodass die Nutzung der Wege jederzeit uneingeschränkt möglich bleibt. An den ungemähten Abschnitten werden außerdem vom Naturpark Südeifel Informationstafeln aufgestellt die veranschaulichen, warum diese Flächen spät im Jahr gemäht werden. Interessierte Gemeinden können den Leitfaden, der für das Projekt entworfen wurde, unter www.naturpark-suedeifel.de herunterladen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Gemeinden eine vielfältige und blühende Kulturlandschaft im Naturpark Südeifel zu sichern.