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Kreis Bitburg-Prüm
Ausgabe 6/2026
Informationen aus den Naturparks
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Amphibienwanderungen im Frühjahr

Geburtshelferkröte (Foto: Naturpark Südeifel/Patrick Schönecker)

Heimische Amphibien verlieren zunehmend Lebensräume – der Naturpark Südeifel gibt Tipps, wie sie unterstützt werden können

Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen beginnt für viele Amphibien im Naturpark Südeifel die jährliche Wanderung zu ihren Laichgewässern. Sie müssen auf dem Weg dorthin Straßen überqueren, oft in der Nacht. Dabei werden sie von Autofahrern leicht übersehen. Ab Fahrgeschwindigkeiten von etwa 30 km/h entsteht unter gewöhnlichen PKW ein Unterdruck, der bei den Amphibien schwerste innere Verletzungen hervorrufen kann. Durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit kann aktiv zum Überleben der Amphibien beigetragen werden.

Zudem stehen den Amphibien immer weniger Teiche, Tümpel und naturnahe Feuchtgebiete zur Verfügung. Ohne diese Lebensräume fehlen den Amphibien nicht nur Orte zum Laichen, sondern auch Rückzugsräume für den Rest des Jahres. Wer den Amphibien helfen möchte, kann beispielsweise im heimischen Garten einen Teil verwildern lassen. Pflanzen und Steinhaufen bieten gute Versteckmöglichkeiten, zudem schützen sie vor Sonneneinstrahlung sowie vor Fressfeinden und können auch als Winterquartier für Amphibien dienen. Ein naturnaher Teich im Garten bietet Amphibien die Möglichkeit zum Laichen und kann gleichzeitig als Rückzugsort genutzt werden. Eine geeignete Bepflanzung gibt ihnen Deckung und Versteckmöglichkeiten. In Frage kommen beispielsweise Sumpfdotterblume, Wasserfeder und ein Klassiker der Gartenteichgestaltung, die Seerose. Weitere Tipps zum Anlegen eines naturnahen Teichs gibt es in der Rubrik Gartenkultur Eifel auf www.naturpark-suedeifel.de.

In der Nähe der Hängebrücke bei den „Irreler Wasserfällen“ gibt die Outdoor-Ausstellung „Augenblick Natur“ Einblicke in die Tierwelt des Naturpark Südeifel, dabei ist auch die Geburtshelferkröte. Die Ausstellung hat der Naturpark Südeifel in Kooperation mit der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT), Regionalgruppe 6 – Hessen, Pfalz, Saarland konzipiert und umgesetzt. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie der Verbandsgemeinde Südeifel.