Vertreter des Pharmadienstleisters Vetter, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gwSaar sowie politische Vertreter aus Stadt, Kreis und Land beim symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Produktionsstandort in Saarlouis (v. l. n. r.): Nicholas H. Vetter, Thomas Schuck, Henryk Badack, Jürgen Barke, Gunther Strothe, Anke Rehlinger, Senator h.c. Udo J. Vetter, Marc Speicher, Patrik Lauer, Wolfgang Kerkhoff. Bild: Vetter Pharma International GmbH
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Pharmadienstleister Vetter am Donnerstag offiziell den Bau seines neuen Produktionsstandorts in Saarlouis eingeläutet. Auf dem rund 40 Hektar großen Industrieareal entsteht in den kommenden Jahren eine hochmoderne Produktionsstätte für injizierbare Medikamente.
Das Unternehmen investiert bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2031 knapp eine halbe Milliarde Euro in den Standort. Der erste Bauabschnitt umfasst ein etwa 50.000 Quadratmeter großes Produktionsgebäude sowie zusätzliche Labore und Lagerflächen. Vorgesehen sind zunächst drei Reinräume für die aseptische Herstellung innovativer Arzneimittel – darunter zwei Anlagen zur Abfüllung vorsterilisierter Spritzen und eine Anlage für sogenannte Vials.
400-500 neue Arbeitsplätze
Mit der Ansiedlung entstehen zunächst zwischen 400 und 500 neue Arbeitsplätze. Bis zur vollständigen Ausbaustufe des ersten Bauabschnitts rechnet Vetter mit bis zu 1.500 Stellen. Langfristig könnten sogar bis zu 2.000 Arbeitsplätze in Saarlouis geschaffen werden.
Weichen für weiteres nachhaltiges Wachstum
Bei der feierlichen Veranstaltung betonte Senator h.c. Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats und Mitglied der Inhaberfamilie, die strategische Bedeutung des Projekts: „Mit dem neuen Standort in Saarlouis stellen wir die Weichen für weiteres nachhaltiges Wachstum.“ Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des Standorts Deutschland für die Zukunft des Familienunternehmens.
„Ein guter Tag für das Saarland“
Auch die saarländische Landespolitik wertete die Investition als wichtiges Signal für den Strukturwandel der Region. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sprach von einem „guten Tag für das Saarland“ und betonte, dass sich in Saarlouis zeige, „dass Strukturwandel gelingt, wenn wir ihn aktiv gestalten“. Wirtschaftsminister Jürgen Barke bezeichnete die Ansiedlung als „Hochtechnologie-Projekt“, das das Saarland zu einem attraktiven Standort für die Pharmaindustrie mache.
Landrat Patrik Lauer sieht in Vetter einen wichtigen Impulsgeber für die gesamte Region. Das Unternehmen könne weitere Betriebe aus verwandten Branchen anziehen und eine „neue wirtschaftliche Ära“ einläuten. Saarlouis’ Oberbürgermeister Marc Speicher hob hervor, dass die Ansiedlung im Rathaus „in Rekordtempo“ bearbeitet worden sei und sprach von einer langfristigen Entwicklungspartnerschaft zwischen Stadt und Unternehmen.
Weltweit führender Pharmadienstleister
Vetter zählt zu den weltweit führenden Pharmadienstleistern für die Herstellung injizierbarer Medikamente. Das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Ravensburg beschäftigt weltweit rund 7.300 Mitarbeitende und produziert Arzneimittel unter anderem für die Behandlung von Krebs, Multipler Sklerose und seltenen Erkrankungen. Mit dem neuen Standort in Saarlouis erweitert das Unternehmen seine internationalen Produktionskapazitäten deutlich. (LeWe)