Umfassend saniert und erweitert wurde in den letzten Jahren die Integrierte Gesamtschule Contwig, mit rund 820 Schülerinnen und Schülern aktuell die größte Schule im Landkreis Südwestpfalz.
An der IGS Daniel-Theysohn in Waldfischbach-Burgalben wurde durch den Kreis in einem herausfordernden Geländeprofil eine Außensportanlage realisiert.
Entwicklung der Schülerzahlen an den verschiedenen Schulformen im Landkreis.
Seit Beginn dieser Woche läuft das neue Schuljahr. Weit über 7.000 Schülerinnen und Schüler besuchen dabei eine der neun weiterführenden Schulen, die in Trägerschaft des Landkreises Südwestpfalz sind. Sie eröffnen Kindern und Jugendlichen wohnortnahe Bildung und bieten ein breites Spektrum an Schulabschlüssen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Vier Realschulen plus an den Standorten Dahn, Hauenstein, Rodalben und Vinningen, drei Integrierte Gesamtschulen (IGS) in Contwig, Thaleischweiler-Fröschen und Waldfischbach-Burgalben sowie das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium (OWG) in Dahn und die Berufsbildende Schule in Rodalben gehören zum breiten Angebot. Seit 2019 stieg die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler an diesen Schulen von 6.671 auf 7.462 (Stand: 10/2025) an. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren - im Jahr 2006 - besuchten noch über 8.900 Schülerinnen und Schüler die weiterführenden Schulen. Seitdem gingen die Schülerzahlen bis 2019 kontinuierlich zurück.
Durch die bereits vorliegenden Geburtenzahlen lassen sich die Schülerzahlen für die nächsten Jahre recht genau abschätzen. Nach rund 830 Einschulungen in allen Grundschulen im Kreis und rund 870 Einschulungen im kommenden Jahr wird bis 2030 jedoch ein Rückgang der Einschulungen auf rund 700 im Jahr 2030 erwartet. Dieser Trend wird - zeitversetzt - auch die weiterführenden Schulen erreichen.
Realschulen mit größtem Zuwachs
In den letzten fünf Jahren bewegte sich die Schülerzahl am einzigen Gymnasium im Kreis immer dicht um einen Mittelwert von rund 460 Schülern. Aktuell besuchen 469 Schulkinder das OWG in Dahn. Die Integrierten Gesamtschulen verzeichneten innerhalb dieses Fünf-Jahres-Zeitraums ein moderates Plus von 3,5 Prozent. 2.277 Schülerinnen und Schüler besuchten im vergangenen Schuljahr eine IGS im Landkreis. Fast ein Drittel davon kam dabei nicht aus dem Landkreis, sondern zum Beispiel aus den Städten Pirmasens oder Zweibrücken - ein deutliches Zeichen, wie attraktiv diese Schulen auch über die Kreisgrenzen hinaus sind. Mit rund 20 Prozent weisen die Realschulen plus die deutlichste Zunahme seit 2021 aus. Von den insgesamt 1380 Schülerinnen und Schülern dort pendeln 193 von außerhalb an eine Realschule plus in den Landkreis. Die Berufsbildende Schule Rodalben, die schulische und berufliche Bildung eng miteinander verzahnt, zählte im vergangenen Schuljahr 920 Schülerinnen und Schüler, was eine Abnahme von rund acht Prozent binnen fünf Jahren bedeutet.
Digitale Ausstattung verbessert
In den vergangenen Jahren wurde dabei auch gezielt in die schulische Infrastruktur investiert. Schulgebäude wurden modernisiert oder - wie in Contwig - für rund 60 Millionen Euro gar um ein modernes Gebäude und eine neue Außensportanlage ergänzt, Fachräume wurden erneuert und die digitale Ausstattung deutlich verbessert. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Nutzung digitaler Medien an allen weiterführenden Schulen im Kreis zunehmend an Bedeutung. Die Ausleuchtung mit WLAN an allen Standorten, als Voraussetzung dafür, wurde sichergestellt. Ergänzt wurde dies durch den Ausbau von Ganztagsangeboten, die zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen und zusätzliche Fördermöglichkeiten eröffnen.
Vielfältig und durchlässig
Ein besonderer Schwerpunkt lag und liegt auf der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Unterschiedliche Bildungswege werden bewusst offengehalten, Übergänge zwischen Schulformen sind möglich und eröffnen flexible Entwicklungsperspektiven. Das regionale Schulsystem zeichnet sich insgesamt durch seine Vielfalt und Durchlässigkeit aus. Die enge Zusammenarbeit der Schulen mit außerschulischen Partnern, insbesondere mit Betrieben und Einrichtungen vor Ort, stärkt die Praxisorientierung und erleichtert den Übergang in Ausbildung und Beruf.
Insgesamt bieten die weiterführenden Schulen im Landkreis ein verlässliches und zukunftsfähiges Bildungsangebot. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung junger Menschen und zur langfristigen Sicherung der Fachkräftebasis in der Region.